" Förderverein Reformator Fürst Georg III. e.V. "

"Fürst Georg ist frömmer denn ich, wo der nicht in den Himmel kommt, werd ich wohl heraus bleiben " M. Luther

Der Reformator in Warmsdorf

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Protokoll 4.7.2008
Gutachten Dr. Bode+Kritik
Schreiben an LDA Halle
Stellungnahme Gerner
 
 

 

 

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Einordnung der gutachterlichen Stellungnahme 09/2008 durch Gerner Förderverein Georg III. :

 

zu 1. Zu den Gesprächen und Ortsterminen in den vergangenen Jahren kann ich nichts sagen,
ein erster Versuch sollte wohl um 2005 die Mauerkrone abdecken und über dem Gewölbe
sollte eine dichte Zwischendecke angebracht werden. Die Mauerschäden sollten durch hydraul. Kalkmörtel instand gesetzt werden ( UDSB vom 25.1.2005 ).

zu 2. Bereits beim, von mir mit einer Aufgabenstellung am 11.9.2007 erbetenen ersten Besuch des LDA, der am 21.11.2007 zustande kam, wurden Ihnen 30 MB (!) "Projektunterlagen, Grundrisse, Zeichnungen und Fotos" übersandt. Diese wurden im Laufe der Monate konkretisiert.
Am 11.9.07 erbat ich bereits um Hinweise zu Fassadensanierung, Mauerkrone, Mörtelart, Vorbereitung für Steildachaufsatz (siehe E-Mail vom 11.9.07 an LDA ).

zu 3. Falsch! Nicht ein Schreiben oder eine E-Mail von uns enthält dieses Ansinnen. Die vielfältigen, nachweisbaren
Kontakte zum Denkmalamt versuchen immer nur fachliche Unterstützung und konkrete Hinweise
zu technischen Dingen, die im Erfahrungsschatz des Denkmalamtes erhofft wurden. Bis 3.7.08 vergeblich.
Die Realisierung der Eigentümerverpflichtung zum Erhalt, lässt sich in einer ganz anderen Anstrengung zum Einwerben von Finanzmitteln, Sponsoren und Firmen für die Sanierung nachweisen.

zu 4. Wurde von mir richtig eingeordnet. Der beklagenswerte Zustand des Denkmals und die zum Georgsjubiläum, von offiziellen Gästen geäußerten Aufrufe, das Denkmal doch ja nicht verfallen zu lassen, führten ja gerade zur Gründung eines Fördervereins mit dem Ansinnen, die Schlossruine zu retten.

zu 5. Ja aber das alles haben Sie als LDA doch schon 2007 sehen und in den Zeichnungen erkennen können !
Weshalb dann erst nach einem dreiviertel Jahr Juli 2008 eine erste konkrete Stellungnahme des LDA, wo bereits vielfältige Aktivitäten zur Sanierung veranlasst wurden.

zu 6. Ja das Mörtelproblem habe auch ich schon in der ersten E-Mail am 11.9.2007 an das LDA erkannt und um Unterstützung gebeten. Bis heute, 10 Monate später gibt es noch keine Empfehlung zum geeigneten Mörtel von Ihnen LDA.
Eine gleichlaufend von mir bei einem Mörtel-Spezialhersteller am 14.3.08 erbetene Analyse und
Mörtelempfehlung lag dagegen beispielsweise bereits nach 4 Wochen am 10.4.08 hier vor.

zu 7. Speziell die bauliche Erfassung aus einer hier durchgeführten Diplomarbeit mit hochauflösenden, plottbaren Details( 30 MB Projektunterlagen) wurden bereits am 30.11.07 übergeben (sicherheitshalber auch noch auf CD).
Ein Umfang, der sicher weit über das hinausgeht, was üblicherweise vor einer offiziellen Bauvorlage vorhanden ist.

zu 8. LDA unterstützt fachliche Vorbereitung durch Mörtelanalyse:
Ja aber doch ohne Ergebnis! Seit unserer Bitte an das LDA am 11.9.07 bis heute kein Ergebnis (siehe Pkt. 6). Anderswo erbetene Analysen brauchten 4 Wochen und nicht 10 Monate.

zu 9. Natürlich wird im Rahmen der Bauvorlage die Tragfähigkeit geprüft und nachgewiesen.
Bei den im Schreiben vom 27.1.08 vorgeschlagenen Lösungen wurde ausdrücklich auf die Kosten- und Zeitfrage eingegangen. Und wir hatten darin dringend um kurzfristige Reaktion gebeten, um sofort die Berechnung und Planung veranlassen zu können. Das war nicht möglich, da vom LDA keine Reaktion.

zu 10. Eigenes Tragsystem, falls notwendig. Aber auch zu dessen Berechnung und Planung müssen vorher die erbetenen Grundfestlegungen z.B. wie Ringanker, Steildach, Dachdeckung usw. vom LDA abgesegnet sein.

zu 11. Gerade auch im Schreiben 27.1.08 wurden "Vorstellungen" für die Lösung der Probleme aus
Pkt. 10 aufgezeigt mit der Bitte, diese gemeinsam zu "Festlegungen" zu qualifizieren. LDA entschied nichts.

zu 12. Der Zustand ist Ihnen aber doch wohl seit 2007 bekannt! Die ganze Zeit haben wir um Mithilfe bei Grundfestlegungen gebeten (z.B. 27.1.07). Eine "Notsicherung" vor "vor jeglicher Bausicherung" hätte spätestens im Januar als einziger Weg " begutachtet " werden müssen. Nicht erst ein halbes Jahr später erstmalig im GA 09/2008, wenn alle Aktivitäten wie Finanzbeschaffung, Projektierung, Planungsvorbereitung, Sanierungsablauf usw. auf die Realisierung des Steildaches abgeschlossen sind.

zu 13. "ad hoc" (für diesen Augenblick gemacht, aus dem Stehgreif) kann uns doch wohl bei unseren nachweislichen Bemühungen um Abstimmung und Grundfestlegungen seit Sept. 2007 nicht unterstellt werden.
Ad hoc kommt doch wohl eher die völlig überraschend geäußerte Ablehnung des endgültigen Daches in der Stellungnahme 09/08 des LDA einher !

 

Nach den intensiven Bemühungen um technische Lösungen unsererseits u.a. in den E-Mails vom 11.9.2007, 27.1.2008, 1.6.08, 18.6.2008 nachweisbar, ohne Reaktion durch das LDA, stellte das schon fast die Realisierung der
Schloss-Sanierung terminlich infrage. Eine nun aber am 3.7.08 mit GA 09/2008 erstmalig übersandte Ablehnung unseres Sanierungskonzeptes durch das LDA kommt praktisch einer Annullierung all unserer Bemühungen gleich.


Wir sehen uns bei so einer schlechten Zusammenarbeit mit dem LDA außerstande, das Schloss Warmsdorf zu retten. Die bereits abgesicherte Finanzierung für 2008 ist praktisch nicht abrufbar, wir müssen die Gelder zurückgeben. Die Sanierung Schloss Warmsdorf durch den Förderverein ist damit gestorben.


4.7.2008 Gerner