" Förderverein Reformator Fürst Georg III. e.V. "

"Fürst Georg ist frömmer denn ich, wo der nicht in den Himmel kommt, werd ich wohl heraus bleiben " M. Luther

Der Reformator in Warmsdorf

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Protokoll 4.7.2008
Gutachten Dr. Bode+Kritik
Schreiben an LDA Halle
Stellungnahme Gerner
 
 

 

 

E-Mail an Denkmalamt 11.9.2007

E-Mail an Denkmalamt

Von: "K. Gerner" <gernerkl@gmx.de>
An: "Weidner Halle" <weidner@lfd.mk.lsa-net.de>
Kopie:
Betreff: Burg Warmsdorf
Datum: Tue, 11 Sep 2007 10:04:58 +0200


Klaus Gerner
Oberland 1
39439 Amesdorf
Tel. 039262 62591 11.9.2007


Sehr geehrter Herr Weidner,

mit Hilfe eines "Fördervereins Warmsdorfer Burg e.V."
wollen wir versuchen, eine hier vorhandene Ruine,
die in Verbindung mit Fürst Georg III. eine hohe Bedeutung hat,
zu retten.
Herr Kleinschmidt von Ihnen ist unser bisheriger Partner.

Nun geht es um konkrete Maßnahmen zur Fassadensanierung und
zum Aufsetzen einer Mauerkrone, die später einmal das Dach tragen soll.

- Wie könnte die Ausbesserung erfolgen?
- Welche Mörtelart sollen wir nehmen?
- Wie wird die Anbindung an das alte Mauerwerk erfolgen?
- Wie könnte die Mauerkrone saniert werden, damit sie später
das Steildach trägt usw.

Wir haben schon etwas Erfahrung mit der Ausbesserung von Bruchstein,
da wir die Amesdorfer Kirche in 2 1/2 Jahren wieder saniert haben.

Wie können wir einmal mit Ihnen zusammen kommen, ist es vielleicht
sogar möglich, dass Sie einmal nach Warmsdorf kommen?

Anbei ein paar Bilder, damit Sie schon einmal eine Vorstellung der
Schäden haben.

Im voraus vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Gerner


Anlage 7 Stück Bilder des Schlosses


E-Mail an Denkmalamt 27. Jan. 2008

Von: "K. Gerner" <gernerkl@gmx.de>
An: Rüdiger ruediger@lfd.mk.lsa-net.de

Kopie:
Betreff: Schloss Warmsdorf
Datum: Sun, 27 Jan 2008 20:01:07 +0100

Klaus Gerner
Warmsdorf

Sehr geehrte Frau Rüdiger,
wie ich Ihnen schon am Freitag telefonisch beschrieb,
wäre es im Interesse eines Fortganges der
Festlegungen dringend notwendig, dass wir uns noch
einmal sehen.
Wenn Sie, wie Sie schon am Telefon sagten,
nicht nach hier kommen können, komme ich auch
nach Aschersleben oder nach Halle.

Ich habe die Sachlage in einem anliegenden Schreiben
noch einmal zusammen gefasst.
Weiter habe ich die wesentlichen Eckpunkte in einer
Zeichnung markiert.

Bitte versuchen Sie kurzfristig einen Termin zur
Klärung zu ermöglichen.
Vielen Dank.
Mit freundlichen Grüßen
Gerner

Anlagen: Schrb. Förderverein vom 27.1.2008


Zeichnung möglicher Ausbau des Schlosses Warmsdorf 27.1.2008

 

 

 

27.1.2008

 

Erhaltung des ehemaligen Schlosses in Warmsdorf


 

 

Sehr geehrte Frau Rüdiger,

ich möchte mich nochmals mit der Bitte um Unterstützung bei dem o.g. Vorhaben an Sie wenden:

Am 18. August 2007 wurde aus Anlass des 500. Geburtstages von Fürst Georg III. von verschiedenen offiziellen Seiten der Wunsch geäußert, dass das seit ca. 40 Jahren zur Ruine verfallene Schloss doch unbedingt gerettet werden müsse. Dringend und kurzfristig, denn ein völliger Verlust wäre sonst zu befürchten.

Nach vorherigen Kontakten mit Herrn Kleinschmidt, wandte ich mich zuständigkeitshalber per E-Mail am 11.9.07 an Herrn Weidner und schickte ihm 6 Bilder des katastrophalen Zustandes:

Mailauszug: " Nun geht es um konkrete Maßnahmen zur Fassadensanierung und
zum Aufsetzen einer Mauerkrone, die später einmal das Dach tragen soll.
- Wie könnte die Ausbesserung erfolgen?
- Welche Mörtelart sollen wir nehmen?
- Wie wird die Anbindung an das alte Mauerwerk erfolgen?
- Wie könnte die Mauerkrone saniert werden, damit sie später
das Steildach trägt usw. "

Als verrenteter Bewohner des Ortes nahm ich mich des Problems an und warb hier ein paar Mitstreiter.
Um einen offiziellen Status zu erhalten gründete ich am 26.9.07 einen Förderverein und reichte in dieser Funktion schon vier Tage später, entsprechend einer Friststellung für 2008, einen Förderantrag beim Landesverwaltungsamt ein.
Drei weitere Förderanträge für 2008 wurden inzwischen noch an anderer Stelle abgegeben.

Am 21.11.07 kam es endlich zu einem Besuch von Ihnen, Herrn Weidner und Herrn Lohe hier in Warmsdorf, noch am gleichen Tag sandte ich Ihnen absprachegemäß 30 MB Projektunterlagen, Grundrisse, Zeichnungen und Fotos der Ruine.
Wir hatten auch danach weiter Kontakt, ich sandte 13 E-Mails allein an Sie, erhielt ein Dringlichkeitsschreiben von Ihnen und die Genehmigung nach § 14 für ein 15 ° Notdach von Herrn Lohe.
Für alles bin ich Ihnen zu großem Dank verpflichtet.

Welchen konkreten Stand aber haben wir heute, ca. 4,5 Monaten nach meiner ersten Bitte um technische Details bei der Sanierung:

Zu den aufgeworfenen Fragen und auch zur weiteren Behandlung des Baues sind noch keine Festlegungen getroffen worden.
Die Konstruktion des 15 ° Satteldaches liegt hier vor, Kostenvoranschläge sind vorhanden, die Befestigung der Fußpfette ohne Ringanker ist gelöst..


2

- 2 -
Im Verlauf der 4 Monate ist jedoch in Gesprächen mit dem Architekten, Statiker, mit Zimmerleuten
und Baufirmen klar geworden, dass die Kosten für das Notdach perspektivisch ohne Nutzen verloren sind. Dass eine Fortführung der Sanierung durch das Notdach sogar behindert wird und dass u.U. auch dafür notwendige Arbeiten gleich in der Endqualität für das Steildach sinnvoll sind.
Das teilte ich Ihnen am 25.1. ausführlich schon telefonisch mit.
Jeder zusätzlicher Aufwand ist natürlich von den letztendlich vorhandenen Finanzmitteln abhängig,
wir können nicht verbindlich im jetzigen Stadium die Notdachvariante gegen die Endlösung mit Steildach austauschen.
Aber Sie müssen unbedingt im Interesse des Fortgangs Festlegungen zum Steildach treffen, wie wir sanieren sollen und wie die Planung durch die Fachleute letztlich genehmigt werden wird.

Die jetzigen Vorstellungen für Variante 2 Steildach sehen so aus:

1. Ringanker: Wie Sie gesehen haben, ist die Mauerkrone ( Breite 1,25 bis 1,46 m ! )an der freigelegten Stelle noch in einem guten Zustand. Mit Herrn Lösser haben wir bereits die Ausführung eines Ringankers wie folgt diskutiert:
Auf die Mauerkrone Außen z.B. 25 cm Bruchsteinmauerwerk und innen gleichhoch Ziegelmauerwerk,
beides als verlorene Schalung. Auf die jetzige Mauerkrone dazwischen aufgelegt eine dünne Schicht Klinker o.ä. als Sperre gegen die Berührung vom alten Kalk mit dem neuen Beton (vielleicht wegen befürchteter Ettringit- und Thaumasitbildung). In diesem Ringanker kann dann die Fusspfette befestigt
werden.
2. Steildach: Die Ausführung als Kehlbalkendach, Berechnung, Konstruktion und Kalkulation laufen z.Zt.
Die Fusspfette wird im Ringanker mit zugelassenen Stahldübeln verankert.
Damit der Saal 7,5 x 22 m großzügig wirkt, bleibt er bis zur halben Sparrenhöhe offen.
Lediglich in Mauerkronenhöhe gehen dünne Stahl-Zugseile über den Saal, die die Sicht nach oben jedoch nicht einschränken. Diese nehmen die horizontalen, nach außen wirkenden Schubkräfte
der Sparren auf.
3. Saalfußboden (2): Früher Holzbalkendecke. Ideal jetzt wieder Holzbalkendecke, aufgelegt
auf Wand (5). Diese Wand steht auf den Gewölben und läuft parallel zur Außenwand. Auch hier Verspannung zwischen den beiden Außenwänden zur Erhöhung der Festigkeit möglich.
Sollte die Statik zur Aussteifung diese Decke als statische Scheibe erfordern, Decke auch in Beton möglich.
4. Dachdeckung: Das Dach wird mit 28 mm Rauspund geschlossen und mit Dachpappe bedeckt.
Damit kann das Dach so längere Zeit bestehen bleiben. Sollten finanziell bessere Möglichkeiten bestehen, kann dann die Dachfläche ohne Mehrkosten mit Schiefer oder Biberschwanz gedeckt werden.
Immer unter der Voraussetzung dass die Finanzmittel sofort ein Steildach möglich machen, wäre es von Vorteil, wenn wir die Notdachkosten eingesparen und wir könnten jederzeit unter diesem endgültigen Dach weiter sanieren. Eventuell ist bereits sogar eine eingeschränkte Nutzung möglich.

5. Termine: Nach Rücksprache mit dem Bauamt ASL brauchen die für einen Bauantrag ca. 3 Monate.
Wir könnten aber beide Varianten "Notdach" und "Steildach" gleichzeitig dort vorlegen, welche Variante dann realisiert wird, wäre denen egal.
Mitte des Jahres müssten wir mit den Arbeiten beginnen, wenn wir versuchen wollen, das Dach noch in diesem Jahr zu schließen. Davor noch Projektierung und Statik, Bauantrag, Produktion des Daches usw.
Ich bin leider vom 15.2.bis 24.2. zum Skiurlaub in Österreich.
Ist es im Interesse der nun schon knappen Terminstellung möglich, dass wir uns vorher noch
einmal treffen, in jeder Form die Sie wünschen und an jedem Ort der Ihnen zusagt.
Und dort Festlegungen treffen.
Ich könnte danach sofort Architekt und Statik konsultieren, die dann auch gleich anfangen würden.
Dann könnten wir im März einreichen und dann lägen wir wieder besser in der Zeit.
Anbei habe ich einmal ein paar Schnitte angefügt, aus denen die Steildach-Variante erkennbar ist.

Ich sende Ihnen das per mail und rufe Sie am Montag den 28.1. noch einmal an, wie Sie das alles sehen.
Bis dahin verbleibt mit freundlichen Grüßen

Klaus Gerner

Anlage: Schnitte 3x14 Text "möglicher Ausbau des Schlosses in Warmsdorf"

 

E-Mail an Denkmalamt 1. Juni 2008

Von: "K. Gerner" <gernerkl@gmx.de>
An: Rüdiger <ruediger@lfd.mk.lsa-net.de>
Kopie:
Betreff: Schloss Warmsdorf
Datum: Sun, 01 Jun 2008 18:35:32 +0200
Klaus Gerner
Warmsdorf

An Denkmalamt Halle

Sehr geehrte Frau Rüdiger,

immer noch intensiv an der Rettung des Schlosses aktiv, einen kurzen Zwischenstand:

Die Mittel für das endgültige Dach sind immer noch nicht vollständig gesichert.

Unsere größte Hoffnung, das Landesverwaltungsamt, hat uns leider nichts gegeben.
Obwohl deren Hauptforderung "überregional bedeutsames Denkmal" bei uns zutrifft.
Ich habe einmal intensiv versucht die Verfahrensweise und die Gründe zu hinterfragen, offensichtlich sind wir vom Denkmalamt oder der unteren Denkmalbehörde in der Priorität und Dringlichkeit weiter unten eingestuft worden.
Ist da für die Folgejahre vielleicht eine bessere Einordnung denkbar?
Das würde uns helfen.
Ein wichtiges, bereits jetzt zu klärendes Problem ist die schon einmal diskutierte, endgültige Dachdeckung.

Aus Kostengründen bitte ich um Genehmigung von "Biberschwänzen" statt Schiefer (falls überhaupt Schiefer erwogen wurde).
Wir wissen noch überhaupt nicht, ob wir das Dach zu bekommen und wie die Weiterfinanzierung zu beherrschen ist.
Ich kämpfe fast allein, ohne Lobby ohne Sponsoren und muss mit jedem Cent rechnen.
Wir müssen jedoch schon jetzt im Rahmen der Projektierung, Statik, Ausschreibung und Auftragserteilung Festlegungen treffen.

Auch weiter sollten wir sicher auch das Gesamtareal der ehemaligen Wasserburg sehen, die Eigentümer der anderen Objekte sollen doch bestimmt aus Gründen der Einheitlichkeit, die gleiche Dachdeckung verwenden.
Und die müssen ebenfalls kostengünstig die Dächer neu decken können, sonst bekommen wir die nicht mit ins Boot.

Ich bitte Sie herzlich um Unterstützung und um Befürwortung von
"Biberschwänzen"
(ich weiß, Sie bezeichnen die anders).

Anbei einmal ein Bild der restaurierten Burg Querfurt und eine Fotomontage
aus Warmsdorf.


In der Hoffnung auf Ihre Unterstützung
verbleibt

mit freundlichen Grüssen
Klaus Gerner

Anlagen zwei Fotos 1. Burg Querfurt mit Biberschwanz
2. Warmsdorf mit Biberschwanz

 


18.6.2008

Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie
Frau Rüdiger
Große Märkerstraße 21/22
Schleiermacherhaus
06108 Halle/Sa

Erhaltung des ehemaligen Schlosses in Warmsdorf


Sehr geehrte Frau Rüdiger, sehr geehrter Herr Lohe,

die Bestrebungen, die Rettung des Schlosses finanziell abzusichern, sind nun endlich in einem Stadium, in dem die Projektierung und Einreichung des Bauantrages möglich ist.
Da die Fördermittel und Sponsorengelder noch in 2008 wirksam werden, sind nun schnelle Aktivitäten bis zum Beginn der Bauphase notwendig.
In der gestern von Herrn Lohe gewünschten Besprechung sind grundlegende Festlegungen nicht möglich gewesen, nun hoffe ich, dass das bei Vororttermin am 2.7. erfolgen kann.
Es sind dies die in den E-Mails vom 11.9.07, 27.1.08 und 1.6.08 angegebenen Fragen und weitere inzwischen zu klärende.

Um am 2.7. eine hohe Effektivität zu erreichen und damit eine zügige Projektierung zu ermöglichen, nachstehend noch einmal eine Zusammenfassung der zu Entscheidung anstehenden
Probleme:

- Welche Mörtelart ist zu verwenden, Proben wurden von Frau Dr. Meinhardt-Degen entnommen.

- Dürfen wir zu den Ausbesserungen Steine der vorgeschlagenen desolaten Zwischenmauer
verwenden?

- Kann eine Deckung mit Biberschwänzen projektiert werden?

- Wir möchten aus statischen Gründen einen Ringanker über die ganze Mauerbreite vorsehen,
ist das o.k.?

- Unter dem Saal soll wieder eine Holzbalkendecke eingebracht werden, Reste der alten sind noch
erkennbar.

- Der Schornstein ist offensichtlich verfüllt worden, eine Entleerung nicht möglich und damit ist
er nutzlos. Wir möchten ihn abreißen.

Es würde uns sehr helfen, wenn wir am 2.7. konkrete Absprachen führen könnten.

Vielen Dank für Ihre Bemühungen.

Es verbleibt

mit freundlichen Grüssen

Klaus Gerner