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Erfassungsnummer
Gemeinde/ort
Gemeindeteil/Ortsteil
Ausweisungsart
Ausweisungsmerkmal
Denkmalbegründung
Erfassungsnummer:
26.09.2007 Harals Kleinschmidt |
094 90166 000 000 000 000
Amesdorf
Warmsdorf
Baudenkmal
geschichtlich, wissenschaftlich, städtebaulich
am Nordrand der Wipperaue an einem Flußübergang gelegene
Niederungsburg mit Wassergräben und Wällen; vielleicht
schon 937, definitiv aber 1269 belegbar; öfters wechselnde
Besitzer, z.B. Kloster Ilsenburg, 1500 gebildetes Amt kam 1546
an Fürst Georg III. (dieser ließ 1552 an Stelle der
Burg das Schloß erbauen). 1603 fiel das Amt im Teilungsvertrag
an Anhalt Köthen und Fürst August Ludwig (dieser residierte
hier bis zu seinem Regierungsantritt 1728), 1847 kam das Amt an
die Dessauer Linie.
Rundburg, ursprünglich bestehend aus Kern- und Vorburg (der
Bergfried aus dem 12,/13. Jahrhundert 1968 abgetragen), in der
Vorburg standen die Wirtschaftsgebäude, der älteste
Zugang lag in der Nordostecke durch die Vorburg zur Kernburg;
heute erhalten: die Umfassungsmauern des im Kern gotischen Wohnhauses
und späteren Aufstockungen, dieser dreistöckige Bruchsteinbau
mit Tonnengewölbaen Erdgeschoss, die Fenster teilweise von
1450 und die dreifachen Vorhangbogenfenster von um 1520; südlich
von Wohnbau langgestreckter Bruchsteinbau mit Krüppelwalmdach,
am nördlichen Zugang zur Kernburg ein kleiner eingeschossiger
Bau (vielleicht das Pförtnerhaus) mit Fachwerkgiebel und
Krüppelwalmdach, ihm gegenüber ein zweigeschossiger
Wirtschaftsbau aus Bruchstein und die Toranlage aus Bruchstein
und Ziegelmauerwerk, in ihren Formen als Bauten des 19. Jahrhunderts
zu erkennen; mitten auf dem Gelände ein Herrenhaus im klassizistischen
Stil: ein zweigeschossiger Ziegelputzbau mit Krüppelwalmdach,
die Putzhaut als Streifen ausgebildet mit aufgesetzten Gesimsbändern
und Fenstereinfassungen, auf der Nordseite der Eingangsbereich
durch eine interessante hölzerne Balkenkonstruktion betont,
frühes 19. Jahrhundert; die westliche Grenze der Burg wird
durch größere Wirtschaftsgebäude und Teichanlagen
gebildet; diese Teiche zur Burg ebenso gehörend wie die Reste
der Wall und Grünanlagen;
im Schloßgarten an Stelle der alten Warmsdorfer Kirche
die sogenannte Georgskapelle errichtet, auf den vermutlich romanischen
Fundamenten erbauter kleiner Bau aus Quadermauerwerk vom E. des
19. Jh.,halbrunder apsidialer Bauteil und davorgesetzte Arkadenhalle,
diese über Freitreppe zu erreichen; hier ursprünglich
das Studierzimmer des Fürsten Georg, wegen starker
094 10080 000 000 000 000
Die Benutzungsordnung des Landesamtes für Denkmalpflege
Sachsen-Anhalt ist zu beachten. |